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Mögliche Konsequenzen eines „Brexit“ für Studenten aus der EU oder UK

Die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, hat den Weg für eine Reihe von Veränderungen für UK- und EU-Bürger geebnet. Welche Auswirkungen für Studierende damit verbunden sind, ist allerdings immer noch nicht ganz klar. Bislang gibt es keine Unterschiede, doch in Zukunft könnte es zu Veränderungen hinsichtlich Studiengebühren und Visabestimmungen kommen.

Potential implications of “Brexit“ for EU and UK students

Mit dem Ergebnis des am 23. Juni 2016 abgehaltenen Referendums sowie der am 1. Februar 2017 im Unterhaus erfolgten Verabschiedung des EU-Austrittsgesetzes, ist der sogenannte „Brexit“ – der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union – so gut wie beschlossene Sache. Weniger eindeutig als die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, ist, welche Auswirkungen dieser historische Schritt für Studenten aus Europa und dem Vereinigten Königreich mit sich bringen wird. Dies gilt besonders für den Zeitraum nach März 2019, wenn also die zweijährige Aushandlungsfrist ausläuft.

Mögliche Änderungen für Studenten aus der EU

Soweit es das Studienjahr 2017/2018 betrifft, sind keine Änderungen vorgesehen. Erststudierende können zu den gleichen Bedingungen studieren wie vor dem Referendum. Studiengebühren (sofern erforderlich) und Stipendien bleiben demzufolge auf dem gewohnten Niveau. Das Gleiche kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht für das Studienjahr 2018/2019 behauptet werden. Mit Ausnahme von Schottland, wo neuen Studierenden auch für ihr Studium ab diesem Zeitpunkt die gleichen Bedingungen garantiert sind, sind Änderungen der Studienvoraussetzungen wahrscheinlich. Langfristig hängen Änderungen hinsichtlich Studiengebühren und -zuschüsse davon ab, wie sich der Brexit auf das Britische Pfund auswirken wird. Verliert das Pfund nachhaltig an Wert, dürfte ein Studium im Vereinigten Königreich insgesamt günstiger werden. Steigt das Pfund hingegen im Wert, so müssen sich Studenten aus der EU auf höhere Studienkosten einstellen.

Überdies stellt sich die Frage nach Veränderungen hinsichtlich der Visa-Bestimmungen. Sollte das Vereinigte Königreich von den bisherigen Abkommen über die Personenfreizügigkeit zurücktreten, dann ist zu erwarten, dass künftig alle Studierenden aus der EU die entsprechenden Studentenvisa beantragen müssen, um ein Studium im Vereinigten Königreich beginnen zu können.

Mögliche Änderungen für Studenten aus UK

Studenten aus UK, die ein Studium innerhalb der EU anstreben, sollten sich in Zukunft ebenfalls auf Veränderungen einstellen. Anzunehmen ist, dass die betreffenden Studierenden als künftige Drittlands-Studenten sowohl höhere Studiengebühren zahlen als auch Studentenvisa beantragen müssen. Je nachdem, wie sich die Austauschbeziehungen zwischen den Universitäten gestalten werden, kann es zudem zum Einstellen oder zu Einschränkungen hinsichtlich der Förderungen durch das Erasmus-Austauschprogramm kommen.

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